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De:Bug über Malaria! vs. Chicks on Speed & Barbara Morgenstern Remixes

Malaria! versus Chicks on Speed & Barbara Morgenstern – Kaltes Klares Wasser 

Der Malaria-Klassiker ‘Kaltes Klares Wasser’ wurde von Chicks on Speed auf der A und Barbara Morgenstern auf der Flipside wiederbelebt. Bei den Chicks bekommt ‘Kaltes Klares Wasser’ eine moshige Bassline mit befremdlich – guturralen Lauten verpasst, der dekadente Girlstimmenchor im deutsch – englisch Gemisch brennt in Chicks-typischer Weise die Öhrchen nieder und lässt sie in neuer Hörgewohnheitsuche wieder auferstehen. Barbara Morgenstern schafft verspielt klingende Heimelektronikmusik, mit plinkernden Breaks, die Welle der Friedlichkeit wird uns davontragen. Malaria! auf zwei total verschiedenen Planeten angesiedelt. Supi: Such dir deinen eigenen Stern aus!

ox-fanzine über Vermona ET6-1

Meine Lieblingskeyboarderin mit ihrer ersten richtigen Solo-Platte und ich bin auch hier wieder völlig entzückt und beeindruckt, wie sie Schlager, Neue Deutsche Welle und Bontempi-Heimorgel-Gemütlichkeit elegant unter einen Hut bringt.

Eigentlich klingen so Orgelteile mit dazugehörigem Drumcomputer tendenziell eher scheiße, aber irgendwie gelingt es der Frau mit diesem sehr begrenzten Instrumentarium und einer unorthodoxen Handhabung desselben eine überraschend individuelle Soundkulisse zu erzeugen, die manchmal sogar an den schrägen Tenor der ersten drei Soloplatten von Brian Eno erinnert.

Ihre Texte sind ebenfalls völlig unpeinlich auch wenn ich dazu schon andere Meinungen gehört habe. Wenn schon deutsche Popmusik, dann sollte sie wirklich wie in diesem Fall klingen, auch wenn man mit solchen liebevoll gemachten, persönlichen Platten momentan wohl nicht berühmt wird.

De:Bug über Vermona ET6-1

Barbara Morgenstern – Vermona ET 6-1

Sagen wir es mal lieber gleich. Mit dieser CD macht sich Monika Enterprises auf den Weg, das deutsche Rephlex zu werden. Alles geht, Hauptsache es macht Spaß. Die Coolness kommt dann schon von selber. Barbara Morgenstern und ihre Vermona, die den Namen “ET” zurecht trägt, platzen mitten in den 80er Retrowahn wie ein ungebetener Gast auf die langweiligste Party der Welt, nur um alles wieder einmal durcheinanderzubringen. Was soll das, wird man sich fragen. Wieso ist es auf einmal so nett hier? Wer darf da unbekümmert von Dingen singen, die viel zu nah sind? Warum ist Schunkelpop gut, wie easy ist die Welt, und warum muß ausgerechnet jetzt wieder mal der Alleinunterhalter zu voller Größe sich mitten in der Musikgeschichte aufrichten und sagen: ach, die Elektronik, ja! Die Songs auf dieser Platte wirken wie das längst fällige Gegenstück zu Ed DMX, lausig klapprige und leichte Beats, Hawaigitarren neben kitschig eiernden Synthesizervibratos, swingende Themen, übertriebene Bilder, einfaches Instrumentales und schwerwiegend zu hause Gedichtetes. Die Art, wie hier Indiepop der obskuren, vergessenen Art aus den 80ern mitten in Lofielektropopästhetik poltert, “nett” endlich mal wieder ein Wert für sich werden darf, ein Popsong sich mit den Haustieren wie von selbst versteht, und ob leise oder laut, die Welt, so kaputt sie auch sein mag, erst mal so in Ordnung sein muß, und die Ordnung gut, ist vielleicht nicht überraschend, aber irgendwie sehr sympathisch. 

ox-fanzine über Plastikreport

Barbara Morgenstern, Keyboarderin/Sängerin bei OOF!, hat auch auf ihrem Solo-Projekt beides voll im Griff. Vor allem ihre Stimme und die altmodischen Keyboardklänge waren das beherrschende Element von OOF! und so klingt auch Plastikreport" dementsprechend charmant und unwiderstehlich.

Angesichts dieser Platte sollte man vielleicht doch mal darüber nachdenken, ob uns nicht tatsächlich ein ernsthaftes New Wave-Revival ins Haus steht. Oder sit das wieder ein spezielles Berlin-Ding, was hier wieder keiner versteht.

Egal, gute Platten sollte man nicht zerreden.

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