21 Sep 2019

D, Hamburg, Reeperbahnfestival - BM - Unschuld & Verwüstung

  
  
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Doppelstern

Ascoltare un nuovo album di Barbara Morgenstern è un po' come darsi appuntamento con una vecchia amica, una di quelle che si vedono ogni cinque anni, ma con cui è sufficiente incrociare uno sguardo per ritrovare l'intesa di sempre e scambiarsi le confidenze e le impressioni più intime accumulate dall'ultimo incontro.
A tre anni dall'ottimo "Sweet Silence", interamente in lingua inglese e guidato da una ritrovata verve electro, ecco che "Doppelstern" rinnova l'incantesimo con undici brani-duetto (la "stella doppia" del titolo) con i quali la Morgenstern sembra voler tirare le fila di quasi ventanni di peculiarissimo songwriting che l'ha vista flirtare con il glitch, l'avanguardia, la techno e gran parte dei teutonismi venuti a galla agli albori del millennio.
Stilare un "greatest hits" sarebbe stata senza dubbio un'impresa pigra e artisticamente mortificante, per la sempre ispirata e curiosa Morgenstern. La cantautrice di Hagen ha scelto invece di rivedere il suo operato attraverso la lente delle tante collaborazioni messe assieme sin dai suoi esordi nell'eccitante scena berlinese di metà-Novanta. Ecco quindi che la nostra chiama a raduno gente del calibro di Robert Lippok, Gudrun Gut, Julia Kent, Hauschka e T. Raumschmiere.

Nonostante la compositrice tedesca non abbia mai ottenuto grandi consensi al di fuori del circolo degli appassionati del settore, il merito della sua musica è incalcolabile. Capace di traghettare l'indietronica verso una forma mutata di synth-pop ammaliante e dal forte sapore canzonettaro, la Morgenstern conferma anche in questa ultima fatica le sue straordinarie capacità. Le prime due tracce sono un esempio lampante del suo potere riassuntivo, infatti se “Was Du Nicht Siehst” è un brillante esempio di godibilissimo tech-pop, “Meins Sollte Meins Sein” rispecchia certe tendenze classical molto in voga negli ultimi anni. Le innumerevoli collaborazioni all'interno della scaletta impreziosiscono e donano varietà al disco, evitando di rendere troppo frammentario l'andamento.

Singoli pop di spessore (i singulti alla berlinese di “Übermorgen” e ”No One Nowhere Cares”) si incastonano fra sofisticati esempi di ambient-pop (“Too Much” con Gudrun Gut e “Gleich Ist Gleicher Als Gleich”), strumentali dal fascino morboso (la tesa “Facades”) e un pezzo dall'andamento midtempo dai sapori jappo (“Aglow”). La coda dell'album, con il picco nel pezzo pianistico “Schie”, ricorda le tentazioni cameristiche di “BM”, convogliando l'opera verso una sorta di compendio di portata consistente. L'arte di Barbara giunge dunque a un punto fermo, da cui dovrà ripartire convogliando le sue forze su qualcosa di nuovo e magari più elettronico.
A scapito della sua vena pop più posata, la chiave per poter esplodere seriamente sarà quella di puntare su quella verve electro di cui parlavamo ad inizio recensione. È in quel caso che Barbara raggiunge il massimo del suo appeal, coniugando la sua grazia compositiva con un'innata capacità di comporre melodie indimenticabili.

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Hören Sie ein neues Album von Barbara Morgenstern ist ein wenig wie ein Datum mit einem alten Freund zu machen, einer von denen, die Sie alle fünf Jahre zu sehen, aber das reicht aus, um einen Blick zu überqueren, das Verständnis aller Zeiten wieder zu erlangen und mit anderen teilen Vertraulichkeiten und Intimere Eindrücke seit dem letzten Treffen.
Drei Jahre nach dem ausgezeichneten „Sweet Silence“, komplett in Englisch und durch einen neu gewonnene Schwung elektro geführt, hier „Doppelstern“ erneuert den Bann mit elf Song Duett (der „Doppelstern“ des Titels), mit dem den Morgenstern scheint die Saiten von fast zwanzig Jahren Songwriting peculiarissimo ziehen zu wollen, der sah, wie sie mit dem Glitch flirtet, die Avantgarde, Techno und die meisten auf die Oberfläche des Milleniums teutonismi zu kommen.
Einen "Greatest Hits" zu komponieren, wäre ohne Zweifel ein faules und künstlerisch klägliches Unterfangen für den stets inspirierten und neugierigen Morgenstern gewesen. Der Sänger von Hagen wählte stattdessen seine Arbeit durch die Linse der vielen Kollaborationen, die seit seinem Debüt in der aufregenden Szene in Berlin Mitte der neunziger Jahre zusammengestellt wurden. Also, so nennen wir Robert Lippok, Gudrun Gut, Julia Kent, Hauschka und T. Raumschmiere.

Obwohl die deutsche Komponistin außerhalb des Kreises der Fans in der Branche nie viel Unterstützung gefunden hat, ist das Verdienst ihrer Musik unberechenbar. Die Fähigkeit, die Indietronica zu einer mutierten Form von betörendem Synth-Pop mit einem starken melodienartigen Geschmack zu überführen, bestätigt Morgenstern auch in diesem neuen Werk seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Die ersten beiden Tracks ein gutes Beispiel für seine Zusammenfassung der Macht sind, denn wenn „Du nicht siehst War“ ist ein brillantes Beispiel für angenehme Tech-Pop „Meins Meins Sollte Sein“ spiegelt bestimmte klassische Tendenzen in der Mode in den letzten Jahren. Die unzähligen Kollaborationen in der Aufstellung verschönern und geben der Scheibe Abwechslung, indem sie verhindern, dass die Progression zu fragmentiert wird.

Individuelle Dicke pop (Schluchzen Berliner "Ubermorgen" und "No One Cares Nowhere") zwischen anspruchsvolle Beispiele für Ambient-Pop ( "Too Much" mit Gudrun Gut und "Gleich Ist Gleicher Als Gleich"), instrumental eingebettet von morbide Faszination (das Tempus "Facades") und ein Stück mit Midtempo-Geschmack mit Jappo-Aromen ("Aglow"). Der Schwanz des Albums, mit dem Höhepunkt im Klavierstück "Schie", erinnert an die kammermusikalischen Versuchungen von "BM" und kanalisiert das Werk zu einer Art Kompendium von beträchtlicher Größe. Barbaras Kunst erreicht somit einen festen Punkt, von dem sie anfangen muss, ihre Kräfte auf etwas Neues und vielleicht Elektronisches zu teilen.
Zum Nachteil der Pop-Art, die sich in der Öffentlichkeit befindet, wird der Schlüssel zu einer ernsthaften Explosion darin liegen, sich auf den Electro-Verve zu konzentrieren, über den wir zu Beginn des Reviews gesprochen haben. In diesem Fall erreicht Barbara das Maximum ihres Reizes und kombiniert ihre kompositorische Anmut mit einer angeborenen Fähigkeit, unvergessliche Melodien zu komponieren.

Doppelstern

Schon ein paar Monate sind seit der Veröffentlichung von Barbara Morgensterns aktuellem Album "Doppelstern" ins Land gezogen. Doch die Musik der Berlinerin ist ja zeitlos, und die akustischen Doppelsterne strahlen auch im Frühling 2016 hell und warm.

Wofür frau/man Barbara Morgenstern aufrichtig bewundern kann, ist, wie sie im Lauf der Jahre mit ihrer unaufdringlichen, zarten Musik zur festen Größe hiesigen Elektrosounds geworden ist, oder anders: eine ganz maßgebliche Künstlerin in dieser "Sparte" wurde. Sanft, aber bestimmt fordert sie Aufmerksamkeit ein, sie singt und musiziert leise, damit ihr zugehört wird (zumindest auf Platte, dass sie live ganz schön auf den Putz haut, ist ja bekannt) – und frau/man hört ihr zu. Morgensterns letztes, dabei erstes englischsprachiges Album hieß "Sweet Silence", wie passend.

Die neue Platte "Doppelstern" ist eine Kooperation mit vielen Freundinnen und Freunden, beziehungsweise: ein sparten- und länderübergreifendes Experiment in elf Tracks. Barbara Morgenstern ist sozusagen der Fixstern dieses Projekts, wobei sie in den verschiedenen Konstellationen mal Sonne oder Schnuppe oder beides gleichzeitig ist, um im astronomischen Bild zu bleiben. Doppelsterne korrespondieren miteinander, auch wenn sie Lichtjahre voneinander entfernt sind – so ist es auch auf diesem Album. Als musikalische PartnerInnen, Gegenpole oder Spiegelsterne hat Barbara Morgenstern zum Beispiel Julia Kent eingeladen, Richard Davis, Marco Haas alias T. Raumschmiere, die Kolumbianerin Lucrecia Dalt oder die japanische Elektromusikerin Coppé.

Erstaunlicherweise gelingt es tatsächlich, dass die unterschiedlichen stilistischen Ansätze und "Alleinstellungsmerkmale" der geladenen Gäste erhalten bleiben, und dass doch jeder Track unverkennbar ein Morgenstern-Stück ist. So wird es im Duett mit Tonia Reeh a.k.a. Monotekktoni lyrisch drastisch: "Schieß den Bock" ist erstmal ein ungewöhnlicher Titel für einen Morgenstern-Song, aber wie bei allen anderen Doppelsternen dieses Albums fügen sich hier divergierende Ansätze zu einem schillernden, dynamischen Mini-Universum. Es gibt natürlich Kooperationen, die von vornherein, quasi ohne dass man sie gehört hat, perfekt und passend erscheinen: Barbara mit ihrer Labelchefin Gudrun Gut zum Beispiel: "Too Much" heißt das Stück und ist eine Monika-Enterprise par excellence. Streng raunt Gut: "He drinks too much", oder "you´re not focused enough" – aber das Stück hat Humor und Wärme, wie im Grunde alle Monika-Veröffentlichungen. Eindrucksvoll: "Meins sollte meins sein" – Hauschka bearbeitet sein präpariertes Klavier, ganz unverkennbar, und Morgenstern, die ja gern behauptet, dass ihre Lyrics nur Nebensache seien, singt einen ihrer besten Texte überhaupt. Der geheime Hit des Albums aber ist "Übermorgen", ein ganz zauberhafter Disco-Chanson mit Justus Köhncke: In diesem sehnsuchtsvollen, romantischen, soft tanzbaren Track leuchtet die Idee des Doppelsterns am Hellsten.

AVIVA-Tipp: Barbara Morgenstern ist ein Phänomen, an dem sich immer wieder neue Facetten entdecken lassen – bei gleichzeitig hohem Wiedererkennungswert. Elektro klingt nirgends so sanft und bestrickend wie bei ihr.

BARBARA MORGENSTERN “DOPPELSTERN”

Wofür ich Barbara Morgenstern aufrichtig bewundere, ist, wie sie im Lauf der Jahre mit ihrer unaufdringlichen, zarten Musik zu einer festen Größe hiesigen Elektrosounds geworden ist, oder anders: eine ganz maßgebliche Künstlerin in dieser „Sparte“ ist. Sanft, aber bestimmt fordert sie Aufmerksamkeit ein, wie eine sehr freundliche Lehrerin singt und musiziert sie leise, damit ihr zugehört wird (zumindest auf Platte, dass sie live ganz schön auf den Putz haut, ist ja bekannt) – und man hört ihr zu. Morgensterns letztes, dabei erstes englischsprachiges Album hieß „Sweet Silence“, wie passend.

Die neue Platte „Doppelstern“ ist eine Kooperation mit vielen Freundinnen und Freunden, beziehungsweise: ein sparten- und länderübergreifendes Experiment in elf Tracks. Barbara Morgenstern ist sozusagen der Fixstern dieses Projekts, wobei sie in den verschiedenen Konstellationen mal Sonne oder Schnuppe oder beides gleichzeitig ist, um im astronomischen Bild zu bleiben. Doppelsterne korrespondieren miteinander, auch wenn sie Lichtjahre voneinander entfernt sind – so ist es auch auf diesem Album. Als musikalische PartnerInnen, Gegenpole oder Spiegelsterne hat Barbara Morgenstern zum Beispiel Julia Kent eingeladen, Richard Davis, Marco Haas alias T. Raumschmiere, die Kolumbianerin Lucrecia Dalt oder die japanische Elektromusikerin Coppé.

Erstaunlicherweise gelingt es tatsächlich, dass die unterschiedlichen stilistischen Ansätze und „Alleinstellungsmerkmale“ der geladenen Gäste erhalten bleiben, und dass doch jeder Track unverkennbar ein Morgenstern-Stück ist. So wird es im Duett mit Tonia Reeh a.k.a. Monotekktoni lyrisch drastisch: „Schieß den Bock“ ist erstmal ein ungewöhnlicher Titel für einen Morgenstern-Song, aber wie bei allen anderen Doppelsternen dieses Albums fügen sich hier divergierende Ansätze zu einem schillernden, dynamischen Mini-Universum. Es gibt natürlich Kooperationen, die von vornherein, quasi ohne dass man sie gehört hat, perfekt und passend erscheinen: Barbara mit Labelchefin Gudrun Gut zum Beispiel: „Too Much“ heißt das Stück und ist eine Monika-Enterprise par excellence. Gut raunt Strenges: „He drinks too much“, oder „you’re not focused enough“ – aber das Stück hat Humor und Wärme, wie alle guten Monika-Veröffentlichungen. Eindrucksvoll: „Meins sollte meins sein“ – Hauschka bearbeitet sein präpariertes Klavier, ganz unverkennbar; und Morgenstern, die ja gern behauptet, dass ihre Lyrics nur Nebensache seien, singt einen ihrer besten Texte überhaupt. Mein Liebling aber ist „Übermorgen“, ein ganz zauberhafter Disco-Chanson mit Justus Köhncke: In diesem sehnsuchtsvollen, romantischen, soft tanzbaren Track leuchtet die Idee des Doppelsterns am Hellsten.

Doppelstern

Ganz ehrlich: Mit Schlager habe ich gerechnet; mit so richtig fiesem, harmonie-verkleisterten Allerweltsschlager, als ich von Barbara Morgenstern im Allgemeinen und einem ominösen „Doppelstern“ im Speziellen als das nächste Album auf meiner bescheidenen To-Do-Liste las. Doch es sollte ganz anders kommen – zum Glück. Denn von einer Fischer’schen Kadenzschlacht ist das Ganze so weit entfernt, wie Doherty von einer reinweg cleanen Woche.

Schande auf mein bescheidenes Kritikerinnenhaupt: Barbara Morgenstern, die gibt es nicht erst seit gestern. Gute 20 Jahre wildert sie durch die entlegenen deutschen Musiklandschaften des etwas experimenteller angehauchten Tons. Mit ein paar Ideen im Kopf, welche nicht in das massenkonforme Radio, wohl aber in die Herzen abenteuerlustiger Musikliebender passen, brachte sie es bereits auf einen beachtlichen Albenoutput.

Im Zuge des „Doppelstern“-Releases wiederum bringt sie das, was sich alles aus einer Menge wilder Gedanken schmieden lässt, auf einen beachtlich wunden Punkt. Mit unserer – Hand auf’s Herz – nicht sehr sexy anmutenden Sprache, ein paar eingesammelten Kontakten und ganz viel Konzeptlosigkeit kommt das Werk daher; mal rasant, mal schwelgend, doch immer voller Gedankenschmalz auf zumeist watteweichen elektronischen Klangbetten.

Barbara Morgenstern entpuppt sich als Sammlerin. Sie sammelt einzigartige Augenblicke, zarte Empfindungen und sensible Menschlein, welche jene kaum zu erhaschenden Momente teilen. Eben diese musikalischen SeelenpartnerInnen bringt sie nun zusammen: Für ein jedes Stück Lied hält ein anderes Gesicht auf der Tracklist Einzug, dessen bekanntestes wohl Pianozärtling Hauschka darstellen dürfte.

Denn eben dieser Sparring-Partner lieh seine zweifellos zauberschönen Arrangementfähigkeiten für „Meins Sollte Meins Sein“, welches im ersten Moment als eine Kinderserienstartsequenz herhalten und Dich freiweg dazu animieren könnte, die geliebten Pokémons einzusammeln. Die Melodieführung verleitet zu einem Weiterspinnen, hin zu den Zeilen: „Niiiichts ist unmöglich, so sieh‘ das doch ein“. Stattdessen wird über das verwirrende Selbstsein philosophiert: welche hinterwäldlerischen dunklen Ecken des eigenen Ichs besser von Fremden unberührt bleiben, welche man sich bewahrt.

Der Bass wummert verhalten, eine lasziv-dunkle Stimme schält sich aus zirpenden Klängen: Du bist einfach viel zu sehr „zu“, will sie Dir eindringlich vermitteln – zu sehr dieses, zu sehr jenes und erst recht: viel zu sehr von eben dem. Gudrun Gut ist auf „Too Much“ die Sprechgesang-Partnerin in Crime und erinnert dabei entfernt an Tic Tac Toe.

Weitaus basslastiger und synthesizergetriebener pellen sich die anderen Songs aus dem Albumgewand. Doch auch abseits der von der Künstlerin gefeierten Konzeptlosigkeit, der scheinbar spontanen Flexibilität und Jam-Bereitschaft ihrer unterschiedlichen MitstreiterInnen lässt sich ein hauchdünner roter Faden erkennen: Das alles ist anders. Etwas ganz anderes als Schlager sowieso.

Barbara Morgenstern Beide EP

With a earthy yet airy voice and an advanced degree in experimental electronics, Barbara Morgenstern seduces your ear with melodic German poetry while the sounds of electronic frippery provides an aural wallpaper of ambient experience. This little EP offers up 5 tracks all done in conjunction with other Krautrock electronics technicians.

"Ubermorning" is almost pop sounding with a 4/4 underbeat overlaid with a double time 3/4 melody, Justus Löhncke is her dance partner and while I can’t translate the lyric, it's pure '80s pop song joy. "Scrambler" with Robert Lippok is the dance track, and if you dance moves are limited to swaying in place while sipping designer water, why that’s just fine. Your über ungeradetracks lies in "Gleich ist Gleich Als Gliech." Here Morgenstern sings a dreamy lullaby as metallic sounds clank charmingly in the background. Drugs or meditation, either could use this as an effects anodyne to an altered state.

Doppelstern

Właśnie ukazał się dziewiąty studyjny album niemieckiej artystki. Wśród zaproszonych gości mamy m.in. Jacaszka!

Tytuł tegorocznej płyty „Doppelstern” w języku niemieckim oznacza rzadkie zjawisko astronomiczne odnoszące się do optycznych/fizycznych właściwości ruchu gwiazd. Ten dualizm wszechświata Morgenstern postanowiła przenieść na grunt czysto ziemski, tworząc różne duety. W poszczególnych kompozycjach pojawili się tacy artyści jak T. Raumschmiere, Hauschka, Gudrun Gut, Justus Köhncke, Corey Dargel, Lucrecia Dalt, Julia Kent, Coppé, Jacaszek, Tonia Reeh czy Richard Davis. Wbrew pozorom „Doppelstern” jest spójnym materiałem, może niekiedy mającym coś z koncept-albumu, gdzie krautrock bezkolizyjnie stapia się z electro, eksperymentalną elektroniką i popem. Nie brakuje też pięknych piosenek, np.: „Too Much” (Gudrun Gut), „Übermorgen” (Justus Köhnke, Robert Lippok), „Gleich ist Gleicher als Gleich” (Lucrecia Dalt), „Aglow” (Coppé), „Schieß den Bock” (Tonia Reeh). W zamykającym płytę i wyśmienitym utworze „Den kommenden Morgen” słychać charakterystyczne elektroniczne dźwięki wychodzące spod palców Jacaszka – tym razem blisko filmowej konwencji.

Z całą pewnością warto wsłuchać się w tę muzyczną konstelację, jaką stworzyła Barbara Morgenstern na „Doppelstern”.

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Das neunte Studioalbum des deutschen Künstlers ist gerade erschienen. Unter den geladenen Gästen haben wir Jacaszek!

Der Titel des diesjährigen Board „Doppelstern“ auf Deutsch bedeutet ein seltenes astronomisches Phänomen zu den optisch / physikalischen Eigenschaften der Bewegung der Sterne beziehen. Diese Dualität des Universums Morgenstern auf eine Übertragung entschieden rein irdischen verschiedenen Duos bilden. Insbesondere Kompositionen erschien Künstler wie T.Raumschmiere, Hauschka, Gudrun Gut, Justus Köhncke Corey Dargel, Lucrecia Dalt, Julia Kent, Coppa, Jacaszek, Tonia Reeh und Richard Davis. Im Gegensatz zu den Erscheinungen „Doppelstern“ ist ein bindige Material manchmal etwas von einem Konzeptalbum mit kann, wo Krautrock nahtlos mit electronica, experimenteller Electronica und Pop fusioniert. Es gibt auch schöne Lieder, wie:. "Too Much" (Gudrun Gut), "Übermorgen" (Justus Köhnke Robert Lippok): "Gleich Gleich ist als Gleicher" (Lucrecia Dalt), "Aglow" (COPPA), „Schieß den Bock "(Tonia Reeh). In Verschlussscheibe und ein ausgezeichnetes Lied „Der Kommenden Morgen“ hört die charakteristischen elektronischen Klänge von den Fingern kommen Jacaszek - diesmal nahe dem Film Convention.

Es lohnt sich, die musikalische Konstellation von Barbara Morgenstern auf "Doppelstern" zu hören.

Sie ist sich ihrer Sache glücklicherweise sicher

Genau zwölf Jahre ist es her, da hat Barbara Morgenstern ein Album „Nichts muss“ genannt. Nun, auf ihrem neuen Werk „Doppelstern“, singt sie, die Stimme irritierend teilnahmslos: „Nichts ist nicht wichtig.“ Weil’s so schön ist, könnte man jetzt eine Entwicklung konstruieren: Wo einst Beliebigkeit war bei Morgenstern, der einstigen elektronischen Liedermacherin, der verhinderten Soul-Diva und Berliner Ikone, ist heute neue Bestimmtheit.

Aber, es ist schwierig, Morgenstern eine irgendwie geartete Kontinuität zu unterstellen. Die Frau, mittlerweile 44 Jahre alt, hat sich in ihrer ausgesucht unaufgeregten Art immer viel Mühe gegeben, Erwartungshaltungen zu unterlaufen, gesicherte Erkenntnisse zu negieren.

Aushängeschild Orgel

Als sie 1994 aus Hagen via Hamburg nach Berlin kam, etablierten sie und ihre Vermona-Orgel sich schnell als Aushängeschild der damals schicken Wohnzimmer-Szene. Prompt stellte Morgenstern mit elektronischeren Produktionen klar, dass sie sich nicht in erster Linie als digitalisierte Folksängerin, sondern ihre Wurzeln im Club sah. Das Klischee von der Techno-Hauptstadt Berlin zu bedienen, passte ihr aber auch nicht, also wurde sie im Jahr 2008, da leitete die musikalische Autodidaktin bereits den Chor im Haus der Kulturen der Welt, auf „dm“ stattdessen so orchestral und warmherzig, dass an Tanzen nicht mehr zu denken war. Und als sie Mutter wurde und nach Eigenaussage kaum noch dazu kam, einen Club zu besuchen, legte sie vor drei Jahren mit „Sweet Silence“ ein Album vor, auf dem sie nicht nur erstmals ausführlich Englisch sang, sondern auch noch tanzbare Beats programmierte, die dann trotzdem bloß wie eine wehmütige Erinnerung an lange Nächte klangen. Solche Kapriolen kann nur schlagen, wer sich seiner Sache sehr sicher ist.

Die neueste Volte heißt nun also „Doppelstern“. Ein Konzeptalbum, das keine Geschichte erzählt. Morgenstern hat andere Musiker eingeladen, mit ihr zusammen jeweils einen Song zu schreiben und aufzunehmen. Die meisten sind alte Weggefährten, Kollegen und Kolleginnen aus der Electronica-Szene, viele Berliner. Für den Auftakt hat T.Raumschmiere, Gründer des Shitkatapult-Labels und sonst bekannt für eher brachiale Tanzbodenbeschallung, mit Morgenstern einen spartanisch tuckernden Beat zusammengeschraubt, über dem die beiden im intimen Duett eine aus Missverständnissen erstandene Liebe beschwören. So geht es weiter: Hauschka steuert erratische Geräusche auf seinem präparierten Klavier bei, und die Kanadierin Julia Kent, die als Mitglied von Antony and the Johnsons bekannt wurde, zeigt, wie man auf dem Cello dramatisch wird, ohne in die dem Instrument naheliegenden Klischees zu verfallen. Mit Gudrun Gut reist Morgenstern durch sphärische Klangwelten, mit Tonia Reeh alias Monotekktoni singt sie eine fast schon kunstliedartige Ballade, die sich im Refrain in einen gebrochenen Soul verwandelt.

Einmal wird das „Doppelstern“-Konzept zum Tripelstern erweitert: Im Zusammenspiel mit Justus Köhnke, der wohl auch die Idee zum Albumtitel hatte, und Robert Lippok (Ornament und Verbrechen, Tarwater) gelingt Morgenstern der womöglich unbeschwerteste Track ihrer langen Laufbahn. Das leichtfertige „Übermorgen“ erinnert in seiner technoiden Schlagerhaftigkeit zumindest entfernt an die von Morgenstern so verachteten 2raumwohnung. Aufgenommen wurden die einzelnen Tracks dieses faszinierenden Sammelsuriums in unterschiedlichen Berliner Studios, aber auch in fernen Ländern.

Disparater Klang

Das liest sich nicht nur disparat, das klingt auch so. So verschieden die Gäste, so unterschiedlich bisweilen auch die Ergebnisse. Vom Lied geht es in den Club, das Gefühlsspektrum reicht von der Melancholie bis zur, allerdings eher schaumgebremsten Euphorie, die Stimmung ist mal kuschelig, mal stahlblau. Schlussendlich aber ist dann doch jedes Stück vor allem eins: ein Barbara-Morgenstern-Lied.

„Ich will bei mir sein“, singt sie einmal. Nur sie hat wohl das Talent, mit solch einem Satz nicht in Betroffenheitsduselei zu versinken. Stattdessen klingt der Satz, wenn sie ihn singt, wie ein Statement: Die Morgenstern ist sich ihrer selbst so sicher, dass selbst in der Kooperation mit anderen doch immer ihre Sanftheit dominiert. Nichts muss, aber alles wird wie selbstverständlich dann doch Morgenstern.

»Doppelstern« / Review

Barbara Mogenstern bat pro Track jeweils einen ihrer Freunde, Bekannten oder Weggefährten um einen Beitrag. Das Resultat bleibt herkömmlich, also fantastisch.

Kollaborationen gelten nicht ohne Grund als problematischste Disziplin der Popmusik. Was im Jazz oder HipHop noch strukturell via Jam oder Battle zu nicht immer überzeugenden Ergebnissen führen muss, wird im Rock als sportliche Supergroup-Leistungsschau vollends verdächtig. Viel zu oft schwächen sich große Talente im Zusammenspiel gegenseitig, überlappen sich, statt sich zu ergänzen, und produzieren seltsam ziellose Dokumente, die nur noch Spuren der jeweiligen signature sounds aufweisen. Warum das Prinzip einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit in der elektronischen Musik nie wirklich Fuß fassen konnte und dieses ach so offene Genre jenseits der üblichen Remix-Aufträge alles andere als empfänglich scheint für den Input von außen, beleuchten zufällig zwei aktuelle Beispiele.

Da wäre zum einen die dauersympathische Sängerin, Keyboarderin und Produzentin Barbara Morgenstern, deren reduziert-hermetisches System aus lyrik- und klaviergetragenen Electronica-Entwürfen in den letzten 20 Jahren nur wenige Kollaborateure benötigte, aber von einem permanenten Aufbrechen gewohnter Arbeitsstrukturen gekennzeichnet war. Nach dem komplett englisch eingesungenen Sweet Silence von 2012 führt die Berlinerin nun mit Doppelstern ihre Reise ins musikalische Neuland fort. Sie bat pro Track jeweils einen ihrer Freunde, Bekannten oder Weggefährten (darunter Justus Köhncke, Gudrun Gut, Hauschka, T. Raumschmiere) um einen Beitrag. Das sollte man wissen. Denn wüsste man es nicht, würde es auch nicht weiter auffallen, so wenig stört die bunte Gästeliste die stille Dominanz, die Ruhe und Ordnung der Morgenstern-Meditationen.

Das Resultat bleibt herkömmlich, also fantastisch. Aber es wäre spannend gewesen, hätte sich Morgenstern ihre Wahlverwandten außerhalb der eigenen Wohlfühlzone gesucht. Kaum auszumalen wäre etwa eine Kollaboration mit Spex, dem anderen großen Minimalist der deutschsprachigen Poplyrik: a match made in heaven.

Barbara Morgenstern - Sweet Silence

Way back in 2006, I wrote the following of Barbara Morgenstern’s occasionally quite good The Grass Is Always Greener: “Previous collaborations with To Rococo Rot and Thomas Fehlmann tend to paint Morgenstern with an experimentalist brush, but her music, and particularly the predominantly piano-based The Grass Is Always Greener, is electro-pop through and through,” and “I haven’t heard an album with halves this noticeably inconsistent in quality since Ted Leo and the Pharmacists’ Shake the Sheets, but the contrast between Side A and Side B shouldn’t distract from that The Grass Is Always Greener is at least fifty percent outstanding.”

So, yes, I was an even worse writer back in 2006. The point of cutting and pasting from my last review, though, is that though Barb and I have lost touch in the years between, and I’ve missed out on a couple of her releases, if her latest is any indication Morgenstern’s at least as artistically stagnant as I am. Everything I said, right down to the imbalanced track list, still applies.

Morgenstern is still writing pretty electro-pop that either gushes with hackneyed sentimentality or hums along with drive and purpose. It’s just that Sweet Silence suffers the same problems as The Grass Is Always Greener, which is that Morgenstern seems uninterested in stretching her legs and running with these ideas. Songs are hemmed into compact, claustrophobic spaces—only one song here is longer than four minutes—and though each will bubble pleasantly along, none reach the kinetic heights of, say, Ellen Allien. (An easy or convenient reference here, I admit.) Worse, the lyrics are often the sort of quasi-profundities one expects from a writer trying to say something important. On “Jump Into the Life-Pool” (yup, it’s called that), Morgenstern wonders why she is the person she is, fate v. chance, Run Lola Run, blah blah blah. You’re not going to get new insight on the most existential of human quandaries if you’re only going to dedicate three minutes to the subject.

It’s too bad, because each song is an example of amicable wash, well-chosen tones, intuitive rhythms, and restrained writing. The title track opens the album with a noir shuffle, and Morgenstern’s vocal melody seems to make a dance partner of a blooping keyboard line. It only hits its nice chorus twice and then ends, suddenly, as if prematurely edited to a close. The silly “Need to Hang Around” then follows, in which Morgenstern sings in blunt literalisms and transitions awkwardly to minor chords. Again, the song would benefit from some patience, especially when, at about the two-and-a-half minute mark, she layers some nice additional tones in techno hits over the verse. She could have stretched that shit out another couple of minutes and grown our investment in the song.

Weirdly, while each of the songs is too short, the album itself is too long. Some of the thirteen tracks here, like the over-before-it-starts “Kookoo,” the noodly “Auditorium,” the minute-long “Bela,” and “Hip Hop Mice” (…yup, it’s called that), seem like underdeveloped sketches. They don’t deserve to be album cuts, especially alongside better pieces. “Highway” is a nice piece of minimalist writing (minimalism not to be confused with underwritten pop, as it strips away to greater effect as opposed to just sitting there without any idea where to go). “Night-Time Falls,” like the album opener, has a nice little shuffle beat that drags Morgenstern toward being danceable, and the lyrics approach vulnerability as she speaks about spending the night with some faceless promoter.

It’s strange to think that Barbara Morgenstern is now eight (!) albums into her career. She’s obviously got an ear for melody, but is still struggling with such blocky songwriting themes and obvious aesthetic touchstones. I want to think she’s a better musician than this.

BARBARA MORGENSTERN | SWEET SILENCE

Sommige dingen gaan niet samen zou je denken: een electrodame die verkast is naar Berlijn met Marco 'T. Raumschmiere' Haas achter de knoppen, wat dan ook nog iets oplevert waarvoor men zich in Parijs zeker niet zou schamen. Toch is Sweet Silence van Barbara Morgenstern een zoet-wiegende plaat vol softpornodeunen geworden waar Air normaliter een ommetje voor doet. De wonderen zijn de wereldsteden blijkbaar nog lang niet uit.

Analoge synths bliepen dat een lieve lust is en het stereospectrum wordt volledig benut. Morgensterns stem is een beetje wollig in de mix gezet. Het geheel krijgt zo een sfeer die sterk aan The Virgin Suicides doet denken. Maar waar die film in softfocus geschoten is, lijkt Morgenstern knuffelbaar voor de dag te willen komen. Dat lukt wonderwel, want Sweet Silence is een uiterst genietbaar album voor een zwoele zomeravond met een rosé.

Morgenstern komt over als een eerlijke songwriter met het hart op de tong. Ook kan ze heel beeldend verhalen, wat ze voor de verandering nu eens in het Engels doet. Af en toe neigt ze nogal sterk naar de jonge Kate Bush of drijft ze af richting al te zweverige regionen. Goldfrapp is nooit ver weg, maar toch: de Kraftwerk-achtige synths staan vóór in het geluidpalet en dan blijken de dromerige electrodeuntjes opeens vervaarlijk kekke diepgang te hebben. Daarmee veroorzaakt het uitzonderlijke Sweet Silence enerzijds jeuk op totaal verkeerde plekken, maar minstens even vaak beroert - én ontroert - het album, dat vooral heel knuffelbaar is.

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